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Apple gegen Nordex – es kann nur einen Sieger geben

650 Mrd. Euro treffen auf 1,8 Mrd. Dollar Börsenwert. Dieser auf den ersten Blick ungewöhnliche Vergleich macht zunächst wenig Sinn. Zwar setzen die Kalifornier bei der Energie auch auf Windkraft, mehr Gemeinsamkeit gibt es aber wohl kaum. Aus charttechnischer Sicht sieht die Lage hingegen ganz anders aus.

Technologieaktien sind wieder en vogue, nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA. Zu Wochenbeginn erreichte der breite Nasdaq Composite eine neue Bestmarke und steht inzwischen schon recht komfortabel über dem 2000er-Hoch. Noch nicht ganz so weit ist der Nasdaq 100, in dem die größten Tech-Werte enthalten sind. Als Spaßbremse hat sich hier in den vergangenen Tagen vor allem die Apple-Aktie erwiesen. Mit einer Gewichtung von rund 14 Prozent ist der iPhone-Hersteller wesentlich für die Kursentwicklung des Index verantwortlich. Ohne Apple-Power wird es auch für den Nasdaq 100 schwierig, sein im März 2000 bei 4816 Zählern erreichtes Hoch zu überwinden.

Klarer Trend, klare Kiste

Seit Jahresbeginn fällt die Bilanz durchaus noch gut aus, in einem bisher trägen Marktumfeld rückte die Apple-Aktie um 14 Prozent vor und steht damit auf Rang drei im Dow Jones hinter Unitedhealth Group und Walt Disney. Allerdings wurde nahezu der gesamte Gewinn in den ersten acht Wochen erzielt, seit Ende Februar dümpelt die Aktie seitwärts. Seitdem scheiterten drei Versuche, den Widerstand um 133/134 Dollar zu überwinden. Die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch auf der Oberseite ist aber durchaus erhöht, denn seit Frühjahr 2013 befindet sich der Wert in einem intakten Aufwärtskanal. Dieser positive Effekt von der übergeordneten Ebene spricht ebenso für steigende Kurse wie auch die seit Anfang März bestehende Serie von steigenden Tiefpunkten. Jeder Rückschlag wurde seitdem immer früher gekauft. Steigt Apple per Tagesschluss über 134,50 Euro, wäre durchaus Platz bis an die Oberseite des Kanals bei 148 Dollar.

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Wenig Risiko

Nicht unerwähnt bleiben darf auch die 100-Tage-Linie, die aktuell auf dem Prüfstand steht und die sich seit Herbst 2014 mehrfach als guter Kauf-Signalgeber erwiesen hat. Im Bereich um 125 Dollar verläuft zudem die Mittellinie des Aufwärtskanals – Sie merken schon, Apple ist bestens auf der Unterseite abgesichert. Selbst ein Rücklauf an die 119er-Marke wäre kein Beinbruch, hier verläuft die 200-Tage-Linie. Da zugleich die Differenz zum langfristigen Durchschnitt mit neun Prozent wieder ein normales Niveau erreicht hat, sieht auch die Markttechnik wieder freundlich aus.

Nordex – frischer Rückenwind

Von der Beliebtheit durchaus Vergleichbar ist auf dem heimischen Kurzettel die Nordex-Aktie. Natürlich sind die Papiere der Hamburger wesentlich spekulativer. Rund 45 Prozent seit Jahresbeginn sind eine starke Bilanz, für Nordex reicht es unter den 30 TecDAX-Aktien damit für Rang sieben.

Ausbruch jederzeit möglich

Ähnlich wie Apple laufen auch die Papiere des Windanalagenherstellers in einem Aufwärtskanal, allerdings erst seit Herbst 2014. Dennoch wurden die Unter- und Oberseite bereits mehrfach angelaufen und sind somit relevant. Die jüngsten Empfehlungen (Ausstieg und Einstieg) haben sich als Volltreffer erwiesen, auch jetzt sieht die Lage für Späteinsteiger noch sehr gut aus. Zwischen 21,80 bis 22 Euro kam es in den vergangenen zwei Wochen immer wieder zu Verkäufen. Sollte der Widerstand fallen, dürfte der nächste Aufwärtsimpuls mit Ziel 23,20 Euro einsetzen. Die nördliche Begrenzung des Kanals verläuft sogar bei 24,40 Euro, dies entspricht ausgehend vom Ausbruchspunkt einem Potenzial von rund elf Prozent und ist somit durchaus vergleichbar mit der Rendite-Chance bei Apple.

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Mix it!

Von den charttechnischen Voraussetzungen lassen sich also einige Gemeinsamkeiten feststellen. Angenommen, Sie können sich nicht entscheiden, Apple oder Nordex? Die Papiere der Hamburger sind derzeit in einer etwas besseren Lage, vor allem wenn der Sprung über die 22er-Marke erfolgt. Bei Apple bietet sich ebenfalls ein Einstieg an, allerdings ist hier die Dynamik derzeit schwächer. Deutlich wird dies auch im dritten Chart. Um beide Aktien miteinander vergleichen zu können, ist der Kursverlauf von Apple in Euro dargestellt. Die Abwertung schlägt somit voll durch. Aus Sicht eines europäischen Anlegers spielte es zwischen Mitte November bis Mitte April keine Rolle, beide Werte entwickelten sich gleich gut – die relative Performance läuft daher seitwärts. Erst seit Ende April gewinnt Nordex an Dynamik und zeigt eine Outperformance. Die Analyse der relativen Stärke unterstreicht somit die charttechnische Ausgangslage.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Im kostenlosen Chart-Webinar am Abend werden ich weitere ungewöhnliche Charts vorstellen – anmelden können Sie sich gerne hier.

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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