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Aixtron minus 6 Prozent – was ist da los?

Es bleibt dabei: Auch zum Jahresschluss sieht der DAX gegenüber den anderen deutschen Indizes nur die Rücklichter. In der vergangenen Woche zogen viele Investoren vor allem bei den Schwergewichten wie BASF und Bayer die Reißleine. Deutlich besser läuft es mal wieder für den TecDAX. Aber auch hier trennt sich nun die Spreu vom Weizen.

Ähnlich wie bei den Blue Chips aus der ersten Reihe wird auch der TecDAX nur von wenigen Werten stärker bewegt. Freenet, Qiagen, United Internet und Wirecard bringen ungefähr 40 Prozent auf die Börsenwaage, auch die Kursbewegungen von Dialog Semiconductor und Telefonica Deutschland sind entscheidend für den Index. Im Rückspiegel betrachtet überzeugten die Unternehmen in den vergangenen Monaten, vor allem weil viele Indexmitglieder in ihrem Bereich zum Marktführer aufgestiegen sind und bereits seit Jahren oft eine erfolgreiche Expansionsstrategie verfolgen. Natürlich sind mit den steigenden Kursen – der TecDAX kletterte seit Jahresbeginn um 36 Prozent – auch die Bewertungsrelationen nach oben gelaufen. Auf Basis der Gewinnschätzungen für 2015 wird der Index derzeit mit einem KGV von 30,6 gehandelt. Zur Einordnung: Im Januar notierte das Barometer bei 1360 Punkten und einem 2015er-KGV von 23. Weitere Kursgewinne sind aus fundamentaler Sicht nur dann zu rechtfertigen, wenn sich die Gewinnperspektiven der Unternehmen verbessern.

Quelle: Captimizer

Quelle: Captimizer

Beispiel Aixtron: Zuletzt war der Auftragseingang schwächer als erwartet ausgefallen, die Profitabilität überraschte jedoch positiv. Die Aktie zählte im Oktober und November zu den stärksten Papieren, nun scheint sich die Euphorie zu legen. Unter dem Blickwinkel der Bewertung wird die Luft nämlich langsam dünn. Im Mai lagen die 2016er-Konsensschätzungen der Analysten noch bei einem Gewinn je Aktie von 0,23 Euro, aktuell sind es nur noch 0,10 Euro. Dies führt zu einem sportlichen 2016er-KGV von 75. Unter diesen Voraussetzungen dürfte es der Aktie auch vorerst nicht leicht fallen, den richtungsweisenden Widerstand bei 7,50 Euro zu nehmen. Seit Februar dieses Jahres scheiterten bereits mehrere Anläufe. Vorerst gibt somit die Trading-Range zwischen 6,60 Euro bis 7,50 Euro die Richtung vor.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Posted in: Aktien, Deutschland

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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